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aus 2007




RHEIN-ERFT-KREIS persönlich

"Wilde Hilde" gehört nun zur Hunnenhorde
 

KERPEN-SINDORF. Auf schwarzen Rauch folgte weißer. In Pelz gekleidete Schamanen schlugen ihre Trommeln, die als "Reitpferde zu den Göttern" gelten. Sie riefen "Tengri", die Gottheit des Himmels und die Erdmutter "Etügen" an, streuten einen Kreis aus Salzen rund um den Neuling und fächelten mit der Schwinge eines Greifvogels reinigenden Rauch aus der tibetischen Räucherschale um den Körper.

 

 

 

 

 

 

 

 

Und dann war Vizebürgermeisterin Hildegard Diekhans fertig für den Beitritt als Ehrenmitglied der 1.Sindorfer Hunnenhorde v. 1983. "Heller kann ein Besen nicht glänzen", gab der Schamane Suchbarta, Franz Anders, vollmundig das Resultat der rituellen Reinigung bekannt. Mit "Fürst Mama", Karl-Heinz Rey, tauschte Diekhans
die Halskette, die sie fortan als "Wilde Hilde" ausweist, gegen einen Schluck "iberischen Weines" aus dem Bocksbeutel, dann opferte sie noch den glühenden Kohlen ein Schaf, natürlich kein echtes, sondern eines aus Stroh. Der Ritus werde noch heute in der Mongolei gepflegt, erfuhr Diekhans von Suchbarta.

Als "Späherin, die für uns Beute macht", sieht Fürst Mama die zukünftige Rolle der Vizebürgermeisterin. Schon in der Vergangenheit habe Diekhans die Sindorfer Hunnen bei der Nutzung des Bürgerparks für ihr jährliches Sommerlager unterstützt.

Es sei ein "Lager des Friedens", erläuterte der Stammesfürst, denn die in der Geschichte als wild zusammengewürfelte Volksstämme aus Fernasien bekannten Hunnen, die zuweilen ihre Fürsten unblutig am Kreuze hätten verdursten lassen, begegneten sich in der Gegenwart ganz ohne Randale. Mit lautem "Manna, Manna", übersetzt etwa "Nahrung, Nahrung", vereinzelt auch mit einem rau-herzlichen "Na, du alter Sack", begrüßten die Sindorfer ihre Gäste. Hunnenvölker aus den Reihen der Kölner Stämme waren angereist, insgesamt etwa 60 Vereine.

Im Lager mit seinen acht Jurten, wie die Hunnen ihre Zelte nennen, mischten sich Fiktion und historische Fakten zu einem buntem Fantasiegeschehen. Die Mitglieder der Horde reize es, "einmal jemand anders zu sein", erläuterte Karl-Heinz Rey.

Am Rande des Geschehens vertieften sich Hunnenkinder schon mal in ihren Gameboy und die Erwachsenen tauschten den Met, der den Hunnen bekannt gewesen sein dürfte, gegen ein kühles Kölsch.

Foto Tripp

 

 

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Stand: 08. Januar 2007